Willkommen bei ihrem Frostfutter- und BARF Spezialist

WAS SIE ÜBER DAS BARFEN WISSEN SOLLTEN

Eine kurze Einleitung von Tierarzt Dr. Fred R. Willitzkat


Liebe Tierbesitzer,

die Rohfleischfütterung wird immer beliebter. Mehr und mehr Tierbesitzer machen sich Gedanken ihre Tiere gesund und möglichst artgerecht zu ernähren. Tierbesitzer wollen oft genau wissen, was sie ihren Tieren zu fressen geben. Und oft genug sind Inhaltsstoffe bei Fertigfutter aus dem Supermarkt nicht oder nur undurchsichtig aufgeführt.

Ich habe selbst vier Hunde und ernähre diese seit langer Zeit mit rohem Fleisch und Knochen, Ölen, Obst und Gemüse. Die Meinungen über BARF-Fütterung gehen zum Teil weit auseinander. Die einen halten sie für gefährlich, die andere Seite für das non plus ultra. Ich glaube, die Wahrheit liegt – wie so oft – genau dazwischen. Die Rohfleischfütterung ist mit Sicherheit eine sehr ausgewogene und artgerechte Ernährung – wenn wir sie richtig umsetzen. Und das muss nicht kompliziert sein. Falsch gemacht, kann sie auch die Gesundheit der Tiere gefährden. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen mit meinen Erfahrungen und dem Fachwissen von KollegInnen eine kurze Einführung geben.

Wählen Sie selbst aus den verschiedenen Methoden und Möglichkeiten, die es für die Rohfleischfütterung gibt, denn grundsätzlich ist kein Hund wie der andere und keine Katze wie die andere. Was der eine mag, muss dem Nachbarn noch lange nicht schmecken und was dem einen bekommt, schlägt dem anderen vielleicht auf den Magen – und das im wörtlichen Sinn. Da sind Hunde und Katzen eben ein klein bisschen wie wir Menschen.
Bei Hunden ist die Umstellung von kommerziellem Futter zur Rohfleischfütterung meist unkompliziert. Die Akzeptanz ist groß und wenn Sie über ein oder zwei Wochen jeden Tag immer etwas mehr von dem ursprünglichen Futter mit dem rohen Fleisch ersetzen, dann treten selten Probleme auf.
Bei Katzen ist die Umstellung genauso durchzuführen. Allerdings „mäkeln“ Katzen des Öfteren und brauchen länger, bis sie sich an das neue Futter gewöhnt haben.

Achten Sie auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Rohfleischfütterung. Es macht durchaus Sinn zwischen Blättermagen, Innereien, Fisch, Hühnchen, Muskelfleisch und so weiter zu variieren, um Fehlernährungen und Mangelerscheinungen möglichst zu vermeiden. Ich füttere auch Knochen, um den Kalziumgehalt zu decken. Wollen Sie auf Knochen verzichten, sollte auch Kalzium dem Futter zugeführt werden. Entsprechende Ergänzungspulver gibt es im Fachhandel.

Milchprodukte ergänzen die Nahrung hervorragend, sollten aber nicht mehr als ein Viertel der gesamten Portion ausmachen.
Den Bedarf an essentiellen Fettsäuren sollten Sie aus Ölen, wie Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, Lachsöl, Hanföl, Diestelöl, Sonnenblumenöl oder Weizenkeimöl decken. Wechseln Sie zwischen den Ölen und beachten sie deren Haltbarkeit. Ranziges Öl kann eher schädlich als nützlich sein.
In der Regel sollten etwa 20 Prozent des Futters aus Obst und Gemüse bestehen. Variieren Sie auch hier. So sorgen Sie dafür, dass Vitamine, aber auch die wichtigen Ballaststoffe dem Futter zugeführt werden. Zucchini, Broccoli, Salat, Gurke, Rote Bete, Kartoffeln, Möhren, reife Tomaten, Fenchel als Gemüse; Apfel, Birne, Kiwis als Beispiele für Obst.

Kohlenhydrate, wie in Reis, Nudeln, Kartoffeln, Hirse zu finden, können verfüttert werden, müssen es aber nicht. Beim Teilbarfen, also bei der Zufuhr von Kohlenhydraten, müssen diese gut vorbehandelt werden. Kochen Sie sie deshalb viel weicher als für den menschlichen Verzehr, da unsere Haustiere nur die wirklich aufgeschlossenen Stärkemoleküle verdauen können.
Als Futtermenge werden meist zwei bis vier Prozent des Körpergewichtes vorgeschlagen. Aber auch hier gilt: Unsere Haustiere sind sehr unterschiedlich. Tiere, die sich sehr viel bewegen, werden mehr fressen müssen, um Konstitution und Kondition aufrecht zu erhalten, als Tiere, die sich weniger bewegen. Die unterschiedliche Zusammensetzung des Futters führt natürlich auch zu unterschiedlichen Energiegehalten und außerdem verwerten die Tiere ihre Nahrung unterschiedlich. Und  nicht zuletzt spielt auch das Alter eine Rolle: Welpen brauchen pro Kilogramm Körpergewicht wesentlich mehr Futter als ältere Tiere.

Sicherlich ist die Knochen- und Rohfleischfütterung mit etwas mehr Aufwand verbunden als die herkömmliche Fütterung aus Dose oder Tüte. Aber den Erfolg werden Sie sehen und spüren. Eine gesunde und möglichst natürliche Ernährung Ihres Schützlings ist ist dafür sicher ein guter Grund.

Achten Sie auch auf unsere Tipps der Woche.

Viel Erfolg und viel Gesundheit für Ihr Tier!
Dr. Fred R. Willitzkat


Buchempfehlungen:
BARF FÜR KATZEN, Dr. Natalie Dillitzer, 8,99 Euro, ISBN 978-3-8338-3465-3
DAS REZEPTBUCH FÜR BARFER,Dr. Natalie Dillitzer, 19,90 Euro, ISBN 978-3-9817098-0-3



   
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